Google Webmaster Tools
Unter Google Webmaster Tools werden Werkzeuge verstanden, welche die führende Suchmaschine Google den Betreibern von Internetauftritten anbietet, damit diese ihre Webpräsenz und ihre Platzierung bei Suchmaschinen-Anfragen verbessern können.
Für die Nutzung ist der Besitz eines kostenlosen Google Kontos sowie eine Anmeldung erforderlich. Damit Google einen Beleg dafür hat, dass Sie wirklich Ihren eigenen Internet-Auftritt auswerten, ist das Hochladen einer Datei erforderlich. Die Werkzeuge sind in die vier Bereiche Diagnose, Statistiken, Links und Sitemaps aufgeteilt. Ihre Nutzung ist kostenlos.
Diagnose
Im Bereich der Diagnose können Sie feststellen, ob Google Ihre Seite überhaupt wahrnimmt. Ihnen wird angezeigt, welche Unterseiten in den Index der Suchmaschine aufgenommen wurden. Wenn Ihr Internet-Auftritt vorübergehend nicht erreichbar gewesen ist, wird diese Störung ebenfalls protokolliert.
Ein wichtiger Fehler ist der sogenannte Fehler 404 (Seite nicht vorhanden) oder HTTP Fehler. Dieser tritt vor allem nach einer Umbenennung einer Internet-Seite auf. Sie können und sollen als Gegenmaßnahme eine Weiterleitung bei Google einrichten, damit Nutzer, die veraltete Links verwenden, dennoch zu Ihrer Netzpräsenz geführt werden.
Unter “URLs durch robots.txt eingeschränkt” werden Ihnen Unterseiten angezeigt, die nur eingeschränkt nutzbar sind. Wenn Sie die Einschränkungen nicht selber veranlasst haben, bietet Ihnen die Information die Möglichkeit zu ihrer Abstellung. Wenn Ihnen eine Zeitüberschreitung bei Aufrufen Ihrer Seiten angezeigt wird, empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit Ihrem Internet-Provider oder das Nachdenken über einen Serverwechsel.
Eine Diagnose sollten Sie zumindest einmal monatlich durchführen; bei Bedarf können Sie Veränderungen direkt bei Google einstellen. Einige Funktionen sind dabei nicht für alle Nutzer sinnvoll. So ist eine Verringerung der Crawling-Geschwindigkeit nur bei großen Internetauftritten mit mehreren Tausend Unterseiten angebracht. Nützlich ist die Möglichkeit, Google die bevorzugte Domain mitzuteilen, wenn Ihre Webseite sowohl mit als auch ohne www.-Angabe oder durch Weiterleitung über unterschiedliche Endungen zu erreichen ist. Auf diese Weise vermeiden Sie eine Herabstufung durch vermeintliche Doppelt-Darstellungen der gleichen Inhalte, den sogenannten Duplicate Content.
Statistiken
Nutzen Sie die Statistiken nicht alleine für die Auswertung von Begriffen, die Sie selber schon optimiert haben, sondern auch für weitere Wörter. Angeboten werden Ihnen Statistiken für alle Begriffe, die auf Ihren Seiten vorkommen und von Google als relevant eingestuft werden.
Die Crawling Statistik zeigt Ihnen, welche Unterseite Google am wichtigsten findet, das sollte Ihre Startseite sein. Die Abfragestatistik ist unterteilt nach “häufigste Suchanfragen” und “häufigste Klicks auf Suchanfragen”. Achten Sie darauf, dass Google Ihnen hier Vorschläge für weitere sinnvoll in ihren Auftritt einzubauende Begriffe macht. Wenn Begriffe zu Ihrem Auftritt passen, lohnt sich ihre Verwendung, die mit einer überdurchschnittlich hohen Wahrscheinlichkeit gleich zu einer guten Platzierung bei den Google-Anfragen führt.
Um die Statistiken vollständig nutzen zu können, ist ein Herunterladen erforderlich, da ohne Download nur die Statistiken für die ersten zwanzig Begriffe angezeigt werden.
Seitenanalyse und Links
Bei der Seitenanalyse rufen Sie zunächst Ihr Linkprofil auf. Zur Beurteilung des Linkprofils ist entscheidend, ob immer nur mit den gleichen Begriffen auf Ihre Seiten verwiesen wird, oder ob die Texte in den Links, die auf Ihre Internetpräsenz gerichtet sind, variieren. Letzteres ist eindeutig zu bevorzugen.
Selber beeinflussen können Sie die Verlinkung natürlich nur bei getauschten oder gekauften Links. Wenn Sie von einer dieser Möglichkeiten Gebrauch machen, achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass mit unterschiedlichen Begriffen auf Ihren Netzauftritt verlinkt wird. Der Hauptgrund für die schlechte Bewertung von zu einseitigen Linkprofilen besteht darin, dass Google in ihnen ein Indiz für eine unnatürliche Verlinkung sieht.
Die Index-Statistik zeigt Ihnen weitere Suchmöglichkeiten auf, besonders interessant erscheint die Suche nach Internet-Seiten, die der Ihren ähnlich sind. Lassen Sie sich nicht alleine die externen Links anzeigen, sondern klicken Sie auch die Statistik Ihrer internen Links an und verbessern Sie regelmäßig Ihre interne Linkstruktur, da eine optimierte Linkstruktur nur wenig Aufwand erfordert und Ihre Position in den Suchmaschinen-Ergebnissen leicht verbessern kann.
Prüfen Sie, ob externe Links von unterschiedlichen Seiten oder mehrfach von der gleichen Seite kommen. Nutzen Sie die Möglichkeit der Prüfung, ob gekaufte oder auf Gegenseitigkeit verabredete Links wirklich gesetzt wurden.
Sitemaps
Sitemaps sind XML-Dateien und stellen eine Alternative zu Verlinkungen dar, Eigentlich sind sie eine Notlösung, da nicht wenige Webseiten auf Grund ihrer technischen Parameter eine normale Verlinkung vermeiden. Wenn Sie bei den Verlinkungen nur wenige Ihrer Unterseiten finden, ist das Anlegen einer Sitemap sinnvoll, besser ist aber die Umgestaltung des Internet-Auftrittes, sodass Ihre Seiten keine Sitemaps mehr benötigen und dennoch ohne Ausnahme von Google und anderen Suchmaschinen gefunden werden.
Google hat angekündigt, die Werkzeuge weiterhin auszubauen. Es ist empfehlenswert, sich mit ihnen vertraut zu machen und sie regelmäßig zu verwenden.